Pfarrerin Stefanie Hoppe stellt sich vor

Als Potsdamerin bin ich früher nach Spandau zum Einkaufen gefahren. Heute geschieht das eher selten. So ändern sich die Zeiten. Und doch haben mir die einstigen Einkaufstouren etwas gebracht: Ein wenig kannte ich Spandau schon, bevor ich hier 2008 von der Kirchenleitung zu 50% in das Gemeindepfarramt in St. Nikolai entsandt wurde. Zur anderen Hälfte meiner Arbeitszeit war ich Referentin des Generalsuperintendenten von Berlin Ralf Meister. Ich sitze seitdem viel im Auto.
Als ich Ende des letzten Jahres gefragt wurde, ob ich mir nicht vorstellen könnte, die 50% Referententätigkeit in eine Gemeindetätigkeit umzuwandeln, weil die Weinberggemeinde eine zeitweilige Unterstützung braucht, habe ich nicht lange überlegt und zugesagt. Der Weg von Potsdam in die Altstadt führte doch bereits durch das Gemeindegebiet. Also, warum eigentlich nicht? Und so bin ich seit dem 1. März bis zum Dienstantritt von Pfarrer Pabst am 1. Mai zwar nur für kurze, aber hoffentlich intensive, Zeit bei Ihnen als Pfarrerin tätig.
Nach dem Studium der Theologie an der Humboldt-Universität Berlin war mein Weg in den Pfarrdienst nicht gradlinig. Nach dem Vikariat bewarb ich mich Anfang 2006 vergeblich auf eine Entsendungsstelle1. Zu viele Bewerber wollten damals Pfarrer werden. Glücklicherweise konnte ich mich unmittelbar nach der Absage bei Radio Paradiso bewerben. Für zwei Jahre habe ich dort die theologische Redaktion übernommen. Zeitweise war ich auch als Elternzeitvertretung in der Redaktion „die Kirche“ tätig. Diese journalistische Arbeit war eine spannende Zeit, auf die ich dankbar zurückblicke. Sie hat mir Einsichten und Fähigkeiten geschenkt, die ich nicht missen möchte. Meinen Berufswunsch „Pfarrerin“ hatte ich aber nie aufgegeben, überprüft habe ich ihn aber reichlich. Der Entschluss reifte langsam bis ich letztlich entschied, mich noch einmal 2008 bei der Landeskirche zu bewerben. Diesmal mit Erfolg. Und in den gut zweieinhalb Jahren, in denen ich mit Leib und Seele Pfarrerin bin, habe ich diese Entscheidung nie bereut.
Meinen Dienst in Ihrer Gemeinde verstehe ich als Unterstützung gemeinsam mit dem GKR die Gemeinde zu leiten, Amtshandlungen und Gottesdienste zu übernehmen, aber auch für Seelsorgegespräche offen zu sein. Vor allen Dingen aber wünsche ich mir, dass ich ein guten Nährboden für Ihren neuen Pfarrer Pabst schaffen kann. Denn die Weinberggemeinde soll in Zukunft blühen. Wer hätte daran Zweifel, wer im Frühling aus dem Fenster schaut? Ein Neuanfang ist immer möglich.

Pfarrerin Stefanie Hoppe

Sie können mich bis zum 30.4.2011 zu meinen Sprechzeiten in Laurentius erreichen: dienstags 11–12.30 Uhr, Telefon: 3612738. erreichen.


1Der Entsendungsdienst ist eine zweijährige Probezeit für angehende Pfarrer, um ihre Eignung für eine dauerhafte Anstellung zu überprüfen.